Freitag, 7. September 2012

Sumangali

Bei meiner www-Suche nach Stoffen für indische Kleidung stieß ich auf einen Begriff, der mir zunächst überhaupt nichts sagte: SUMANGALI. Ich recherchierte ein Weichen - und war sprachlos, ungläubig, erschüttert...

Sumangali heißt soviel wie "glückliche Braut". Junge Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren gehen für 3 Jahre in eine Fabrik, arbeiten dort, werden gut ernährt und können sich genug Geld für Aussteuer und Hochzeit verdienen. Soweit die Theorie. Die Praxis in Indien ist allerdings mehr als erschütternd. Defacto leben sie in Sklaverei, erhalten keine sozialen Leistungen, keinen Mindestlohn, erfahren Nötigung, Gewalt, werden um ihren geringen Lohn geprellt, empfinden tiefste Verzweiflung und gehen sogar bis zum Selbstmord. Um Himmels willen, was tun wir westlichen Menschen nur...!
Hier habe ich einige Webadressen gefunden, bei Interesse bitte lesen bzw. die Dokumentation ansehen.
Nach der Lektüre dieser Artikel sehe ich die Stoffe, die ich gern verwende - und natürlich auch mit Blick auf den Preis aussuche - mit völlig anderen Augen. Machen wir normalen Menschen uns an diesen gräßlichen und unhaltbaren Zuständen durch unser Kaufverhalten mitschuldig?

http://www.einslive.de/medien/html/1live/2012/06/21/monitor-kleiderindustrie-indien.xml
Film: Billigmode und Selbstmorde in Indien - Verdammt hoher Preis
Mode soll billig sein - das wollen die Verbraucher, das verlangen die Modefirmen und deshalb wird die Spirale der Ausbeutung von jungen Frauen, die in indischen Nähereien arbeiten, immer weiter gedreht. Für einige von ihnen ist das so unerträglich, dass sie ihrem Leben selbst ein Ende setzen.    (Text von da)
http://weblog.bio-natur.at/2012/04/04/das-sumangali-prinzip-textile-leichentucher-made-in-india/
Minderjährige Sklavinnen im Dienste unserer modischen Eitelkeiten
Auch wenn ich erst vor wenigen Tagen unter “Citius, altius, fortius oder Nike, Puma, Adidas”  (http://weblog.bio-natur.at/2012/03/29/citius-altius-fortius-oder-nike-puma-adidas/)  über den olympischen Geist, der mehr und mehr unter dem Motto “The profits must go on” steht, geschrieben habe, sollte uns alle das folgende Thema mit aller Deutlichkeit vor Augen führen, weshalb die Modebranche und Firmen wie Tom Tailor, Zara, H&M oder C&A zu großen Teilen eine soziale Verantwortung tragen, derer sie jedoch in keinster Weise nachkommen, sondern durch Schweigen, Wegschauen und Handlungsunwilligkeit ein System unterstützen, welches in dieser Form menschenverachtender Knebelung namens Sumangali wohl selten zu finden ist.    
(Text von da, Rechtschreibung modifiziert)
http://www.tdh.de/home/meldungen/maedchen-in-textilindustrie-in-tirupur/hintergrund.html
Kurzinformatione - Kurzinformationen Sumangali Programm
Der Bericht „Captured by Cotton“ wurde vom India Committee of the Netherlands (ICN)
und dem Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) geschrieben.
Der Bericht basiert auf Online-Recherchen und auf Feldrecherchen. Die Feldrecherchen
wurden vom Mai-Dezember 2010 von der Campaign Against Sumangali Scheme (CASS)
durchgeführt und im April 2011 mit 102 Interviews mit früheren Sumangali-Arbeiterinnen ergänzt.
SOMO hat im August 2010 einen Feldbesuch durchgeführt, ICN im März 2011. ICN ist Teil
der Clean Clothes Campaign in den Niederlanden. (Text von da)
Wir als Kundinnen der Textilketten, wir Selbermacherinnen der DIY-Szene, wir Frauen als Kindersachenkäuferinnen haben es in der Hand, diesen Zuständen ein Ende zu bereiten.
Durch unser Kaufverhalten haben auch wir diese Zustände teilweise mit zu verantworten. Leider. Dem sollten wir ins Auge sehen und daran mitwirken, daß es für niemanden mehr attraktiv ist, diese Zustände weiterhin aufrechtzuerhalten.
Dazu gehört natürlich auch, sich von lieb gewordenen Gewohnheiten zu verabschieden - dem Shirt für 6 € beispielsweise, der Jacke für 14,99 €, den Jeans im Doppelpack für noch nicht einmal 20 €. Oder generell keine Stoffe mehr zu kaufen, die pro Meter weniger als 6 € kosten... (das ging an meine Adresse :-)  )

O Gott, ich kriege auch gleich Zustände, so oft habe ich das Wort verwendet, ohne daß mir ein geeigneter Ersatz eingefallen ist. SPRACHLOS, hilflos, das ist es, was ich fühle.   Sathiya

Mittwoch, 5. September 2012

MeMadeMittwoch - noch eine Chance?

Es juckt mich ja in den Fingern, noch einmal beim Me-Made-Mittwoch mitzumachen.
Und ich tu es - mit einigen Vorbehalten. Mal sehen, ob mein Beitrag rausgeworfen wird - weil ich mich nicht buchstabengetreu an die Regeln halte. Me-Made-Interpretation sozusagen.

Im Bild zu sehen: 
Shirt aus Viskose-Elasthan-Jersey, mit wildem rot-braunem Blumendruck.
Schnitt: me-made, nach einem Shirt aus dem Jeansladen neu erfunden. Mit gerafften Raglan-Ärmelchen.
Model: meine größere Tochter. Danke Dir!

Detailfotos: hier kann frau die Raffung der Ärmel genauer sehen. Die Ärmelchen sind auch rückseitig gerafft. Ich mußte ziemlich viel schätzen, da ich das Vorbild-Shirt nicht auseinanderschneiden durfte. Aber es sieht ganz gut aus, oder?
Neues Lieblingsteilchen meiner Großen...


Und noch ein paar Sätze zum MMM:
Es gibt einen brandneuen Blog dazu - memademittwoch.blogspot.com - mit brandneuen Regeln (auf der neuen Seite nachzulesen). Ich freue mich auch sehr für alle, daß der MMM keinen stillen Tod gestorben ist, sondern weitergeführt wird.
Das alles klingt sehr gut, sehr schön, sehr innovativ - und sehr kontrolliert. Soll ja auch so sein - nach den Erfahrungen mit Werbung, genrefremden Beiträgen und dergleichen.
Die neue Intention ist ja, laut dem MMM-Team (die Erfinderin plus sechs andere Klassefrauen), daß Frauen ermutigt werden sollen, ihre Kleidung selbst zu schneidern und auch im Alltag zu tragen. Das ist gut, sehr gut! Möchte ich auch so unterschreiben.
Es soll also echte Kleidung an echten Frauen gezeigt werden. Also keine Schneiderpuppen, Kleiderbügel , Kinder und Männer mehr, die die selbstgeschneiderten Sachen tragen - selbst ist die Frau, sowohl als Produzentin als auch als Model und als Fotografin. Das steht zwar nicht so explizit in den Regeln - aber ist den Kommentaren und den Antworten darauf zu entnehmen.
Das macht die Sache für mich nicht unbedingt attraktiver, sondern eher schwieriger.
Da ich sowieso LIEBER IMMER HINTER DER KAMERA STEHE.
Und - überhaupt: wenn hier jemand nicht ermutigt werden muß, die selbstgenähten Sachen zu tragen, dann wäre ich das...  :-))  ich müßte eigentlich einen Extra-Beitrag schreiben, wenn ich mal was Gekauftes anhabe. Hab ich eigentlich noch was? Außer Schuhen und zwei Regenjacken? Und Söckchen und billiger Yogahose? Und Tchibo-Sportshirts? Und Seidenschals und Handschuhen? Und einem alten Herbstmantel, Jahrgang 1997?
*grinst sich eins*
Liebe Grüße, und ich überlege es mir noch einmal mit dem MMM, Sathiya

Montag, 3. September 2012

Sonntag im Hessenpark

Wir waren gestern im Hessenpark, Freilichtmuseum Hessenpark bei Neu-Anspach im Taunus.
Zum online anschauen die Web-Adresse:  http://www.hessenpark.de/  (kein Hyperlink)

Für Kinder und Erwachsene ein gleichermaßen interessanter Blick in die Vergangenheit.
Lauter alte Fachwerkhäuser aus den letzen 150 Jahren, alte Geräte, Werkstätten, Windmühlen, Felder,
Landwirtschaft, Lebensweise, Wohnen, Handwerke, Viehzucht, Leinenherstellung, Holzkohlenmeiler, Apotheke, Uhrmacher, alte Ladengeschäfte, Gärten, Bodenbearbeitungsgeräte, Ölmühlen, Schmiede, Zieglerei, Korbflechter, Weber, Färber, Blaudrucker, Töpfer, Bäcker, Bürstenmacher, auch ein bedrückender Beitrag über die Menschentransporte im Dritten Reich (Eisenbahnwaggon zum Viehtransport mit erschütternden Schautafeln), Kirchen, Synagogen, Wohnhäuser, altertümlicher Marktplatz mit Brunnen und teils historischen Geschäften, Museen zu verschiedenen Themen (wechselnd).
Das Essen und Trinken kommt nicht zu kurz - teils modern (Bratwurst und Bier :-))  ), manchmal auch nach alten Rezepten und Zubereitungsarten (Brot aus dem Steinofen, Schwein am Spieß zum Beispiel), wir haben eine Rosenwaffel probiert. Mit Rosenzucker. Lecker!!!

Am schönsten ist es, wenn man den Rundweg wählt und sich das gesamte Gelände in Ruhe ansieht. Dann bekommt man eine gewisse Ahnung davon, wie die Menschen früher lebten und man kann sich auch die Häuser genauer ansehen - auch von innen. Die Menschen waren früher definitiv KLEINER!!!

 "Ich hab die Karte, ich weiß, wo´s langgeht!"

Meine Jüngste war am meisten von den Tieren angetan: Hausschweine, Ziegen, Schafe, Kaninchen, Hühner und Esel. Letztens gab es eigentlich auch noch Gänse - aber die waren diesmal nicht zu sehen (und zu hören auch nicht).

Das Maultier hier ist ein ganz besonders lieber Kerl.
Er war ziemlich verfressen und verspielt. Der Liebling meiner Jüngsten!

 "Och, sind die süüüß - ich will auch einen Esel haben...!"

 "Zehn zahme Ziegen zogen zehn Zentner Zucker zum Zwickauer Zug."
Aber nur, wenn jemand vor ihnen herläuft und mit Büscheln voller grünen saftigen Grases wedelt...

Die eigenen Frühstückshaferflocken herstellen: mithilfe einer Art Mühle, die die Haferkörner zwischen zwei Walzen plattquetschte. Die Kurbel ließ sich zwar ziemlich schwer drehen - 
aber der Lohn der Mühe ...

 ... ist ein Tütchen selbstgemachter Haferflocken. Super!

Wir konnten auch einen Pflanzenmarkt bewundern - Pflanzen aller Sorten wurden angeboten - vom Apfelbaum bis zum Zierlorbeer, dazu noch allerlei Tand und lustige und nützliche Sachen, Körbe, Drechselarbeiten, Leinenschürzen, Seifen, Marmelade, Metallarbeiten, Keramik, Bürsten, Käse, Brot, Liköre, Kräuter und vieles mehr ... ein wunderbar buntes Markttreiben! Leider hat genau da meine Kamera gestreikt, sodaß ich davon keine Bilder machen konnte.
Was für ein schöner Tag! Das machen wir bestimmt bald wieder!
Die Anfahrt mit dem PKW ist etwas tricky: man muß WISSEN, wie man dorthin kommt, sonst verfährt man sich böse. Die Ausschilderung ist leider nicht so gut... ein Glück, daß schon jemand vor Ort war und uns per Telefon dorthin lotsen konnte.
Liebe Grüße, Sathiya

Freitag, 31. August 2012

Indische Hochzeit 1

Diese Informationen bekamen wir von Roy, einer jungen Inderin, die uns eine liebe Freundin ist.

Die traditionelle indische Hochzeit dauert vier Tage.
Der erste Tag ist der Tag der Braut. Ihre Hände werden mit Henna-Malereien geschmückt, sie singt mit den Frauen beider Familien. Kleidung der weiblichen Gäste: zweiteiliges Kleid (Oberteil und Rock), sparsam Schmuck, alle Farben erlaubt - außer weiß (= Trauerfarbe) und schwarz (= gar eine Farbe)). Die Braut trägt rötliche Töne - rosa, pink, orange...
Der zweite Tag ist der Tag des Bräutigams. Die Freundinnen und Verwandten der Braut sind festlicher geschmückt, die Kleidung aufwendiger und mit Stickereien verziert. Der Großvater der Braut wäscht dem Bräutigam den Kopf... (das kann doch nicht stimmen??), die Fußsohlen des Bräutigams werden mit Henna gefärbt.
Der dritte Tag steht im Zeichen der eigentlichen Hochzeitszeremonie. Das Ja-Wort wird ausgetauscht, die rituelle Umrundung des Feuers, das Ringeanstecken. Die Braut trägt meist einen roten Sari, aufwendig und reich bestickt und geschmückt, sehr viel Goldschmuck an Kopf, Nase, Ohren, Armen, Knöcheln, und einen Hochzeitsschleier. Die Gäste sind sehr festlich angezogen und kostbar geschmückt. Männer tragen Anzüge oder traditionelle Kleidung, Frauen ein Kleid oder Oberteil mit Rock.
Der vierte Tag dient der Verabschiedung der Braut in die Familie des Ehemannes. Frauen tragen ihren besten Sari, alle Farben erlaubt außer Weiß, Schwarz und bräutliches Rot. Alle sind kostbar geschmückt und verabschieden die Braut unter lautem Wehklagen ins Haus des Bräutigams.

Anzahl der Gäste: es können bis zu 2000 Gäste kommen. Engere Familie im indischen Sinne... sind die Geschwister, Cousinen und Cousins, Kinder, Enkel, angeheiratete Ehemänner und Ehefrauen, deren Verwandte ersten, zweiten, dritten Grades, dazu kommen noch Freunde und deren Verwandte. Plus Geschäftspartner und deren Familien plus Presse, High Society und so weiter.

Was tragen die Frauen unter dem Sari: einen Unterrock. Wer sich wegen des Saris unsicher ist, trägt eben keinen sondern eben Bluse/Oberteil und Rock mit langem Schleierschal. Das ist durchaus legitim und wird einem (meist) nachgesehen.

Das Essen: es wird sehr viel angeboten. Traditionelle indische Küche. Am besten von allem nur ganz wenig kosten - sonst muß frau sich noch während der Feier ein neues Outfit zulegen...
Trinken: es gilt das Gleiche. Alkohol gibt es eher wenig, dafür klassische indische Getränke und Tschai = Tee. Wer das nicht verträgt, muß sich das eigene Wasser mitbringen...

Zusammenfassung:
Vier Tage Hochzeit
Vier Outfits - zwei mal Oberteil und Rock, einmal ein Kleid und am vierten Tag einen Sari.
Farben: weder weiß noch schwarz, Rot nach Möglichkeit nicht.
Schmuck: erster Tag wenig, zweiter Tag etwas mehr, dritter Tag kostbar, vierter Tag: alles was da ist. :-)

So, das war es erst einmal.
Saris und Oberteile, Kleider und Röcke, Schuhe, Schmuck werden wir später noch ausführlich planen, sichten, probieren, verwerfen...
Für alles, was an dieser Aufzählung richtig ist, darf unsere indische Freundin das Lob beanspruchen, für alle Fehler und Irrtümer bin ich verantwortlich.

Bild von hier:  http://www.banglapedia.org/httpdocs/HT/S_0101.HTM  (kein Hyperlink)
Ach ja, noch etwas: eine Sari-Wickelanleitung habe ich auf dieser Seite gefunden (zusammen mit einer erstaunlichen Anzahl von wunderschönen Saris, Röcken, Schals, und und und...) :
http://www.saris-borten.de/sari-wickelanleitung1.htm   (kein Hyperlink)

Liebe Grüße, Sathiya

Dienstag, 28. August 2012

Mein Kleid ...

- auf der Burdastyle-Startseite.
Juhuuuubel!
Das habe ich noch nie geschafft: ein Kleid oder Entwurf irgendwo im Web außerhalb meiner eigenen Seiten zu sehen...
Burdastyle hat zu einem Wettbewerb aufgerufen: Designe Deine eigene Oskarrobe.
Ich hatte eine Idee für ein Kleid im Sinn... und zeichnete es, meine Jüngste malte es aus , ich lud es als neue Kreation in mein Burdastyle-Atelier - und WUMMS, einige Minuten später sehe ich es erst als TOP markiert und dann auch direkt auf der Startseite von Burda.
Und ich habe mir fast ein Bein ausgefreut...!!!!  :-))))))))))))))))))))))))))))))))))))

Hier ist der Beweis: (ich MUSSTE einfach einen Screenshot machen....)



Hier ist noch einmal die Skizze zu sehen und ...
... hier der Entwurf unter den Top 3 mit Burda-TOP-Logo.


Ich freu mich soooo .... !!!
Ich kann es kaum fassen und fühle mich stolz - und auch etwas erschreckt. Ganz ehrlich... !

Edit 18.9.: es stand nun 3 Wochen an dieser Stelle. Das hatte mich ja schon immer interessiert - wie lange die Kreationen in den Top 3 stehenbleiben, bevor sie ersetzt werden. Ein großes Aha!!!

Sonntag, 26. August 2012

Manga zeichnen

Ein Mädchen im japanischen Manga-Stil zu zeichnen ist nicht so einfach.

Vor allem dann, wenn es hinterher auch noch gut aussehen soll (ja, bei uns sieht´s gut aus, da bin ich ganz unbescheiden *:-)*).
Seit einiger Zeit zeichnen wir immer mal wieder Manga-Mädchen - noch nicht frei erfunden, sondern eben "nur" abgezeichnet. Was aber auch nicht so easy ist.
Meine Jüngste konnte schon immer gut malen und zeichnen, und seit sie 2 Jahre alt war, haben wir gemeinsam gemalt. Sie hat sich vieles von meiner Maltechnik abgeschaut und hat einen sehr guten Blick für Details, Formen, Proportionen und Farben - wie sie hier beweist.
Ihr Lieblingszeichengerät ist der Bleistift, gefolgt von Buntstiften zum Kolorieren.
Mit Pinsel und Farbe malt sie - wie ich - nicht wirklich gern...
Das Motiv habe ich im Web gefunden (siehe unten).
Hier ist die Entstehung unserer Interpretationen zu sehen.


Bildsequenz meiner Jüngsten.
Die Entstehung - von der Bleistiftskizze zum fertigen Bild, nochmals der Reihe nach.
Die kleine Künstlerin hat eine ganz eigene und andere Art, ein Bild zu sehen und wahrzunehmen als ich. Zur Erinnerung: sie ist knapp 8 Jahre alt. Größe der Zeichnung: ca. 13x14 cm..





Bildgröße: 21x29 cm (A4-Format). Druckerpapier, Bleistift und Buntstifte.
Zeichner: Sathiya, höchstselbst... :-))


Beide Werke gemeinsam auf einem Foto. Auch ich habe nicht abgepaust... Ehrenwort...

Einen schönen Sonntag! Liebe Grüße, Sathiya
Das Original-Bild ist bei G***gl* unter dieser Adresse (http://www.zerochan.net/966398) zu finden. (Ich habe leider nicht die geringste Ahnung, ob der Uploader auch der Urheber ist... ? Deswegen kann ich keinen Urheber nennen und verlinke die Site auch nicht direkt.) 
Das Bildmotiv stellt Saya und Diva dar - Zwillingsschwestern aus dem Animé BLOOD+.
Zu BLOOD+ siehe auch hier (Kurzvorstellung auf meinem Film-Blog).

Freitag, 24. August 2012

Sari Sari

In Vorbereitung auf die Teilnahme an einer traditionellen indischen Hochzeit sollte zuallererst das Anlegen und Tragen eines Saris geprobt und geübt werden.

Zum Üben habe ich einen Sari aus Kunstseide herausgekramt, den ich mal gekauft hatte, um daraus Kissen oder Tagesdecke oder Vorhänge zu machen (tja, hab ich alles nicht getan,, deswegen ist er noch ganz).
Die Kunstseide ist stark rutschig und will nicht zulassen, daß die Falten dortbleiben, wo sie hindrappiert werden. Lustig war´s...!  :-))

In Indien tragen nur erwachsene Frauen einen Sari - Mädchen ein Kleid.
Aber die junge Dame rechts oben wollte auch unbedingt denselben Sari anprobieren wie ihre große Schwester. Und er ist eindeutig zu lang - obwohl sie nicht viel kleiner ist als die durchschnittliche Inderin.:-)
Wie machen die Inderinnen das nur? Den oberen Rand der Stoffbahn umschlagen?

Nun sind wir zwar Liebhaber des indischen Films, und haben schon Dutzende von Hochzeitsszenen samt Vorbereitungen, Tänze, Gesängen, Ritualen usw. gesehen, aber live dabei waren wir noch bei keiner.
Beim Anprobieren und Umwickeln und Feststecken kamen deswegen außer viel Spaß und heillosem Gelächter beim Anziehen der 5,50 Meter langen und 1,10 Meter breiten Stoffbahn einige Fragen auf.

Sari und Schals, zu etwas sari-
ähnlichem drappiert
Diese Fragen haben wir uns gestellt:
  • Nehmen die indischen Frauen nun Nadeln, um die Falten so festzustecken, daß sie nicht verrutschen, nachdem sie sorgsam in die richtige Lage gelegt worden sind? Haben sie einen Gürtel unter dem Sari?
  • Welche Arten, einen Sari zu tragen, gibt es, und welche ist einer Hochzeit angemessen?
  • Tragen sie einen Unterrock oder Hosen unter dem Sari?
  • Welche Farben und welches Material darf eine eingeladene Frau tragen - was ist schick und edel, aber nicht overdressed?
  • Welchen Schmuck darf/kann/muß eine Frau tragen?
  • Schuhe, Haare, Duft, Kosmetik?
  • Was wird zu essen angeboten und wann darf gegessen werden? Wieviel?
  • Welche Musik wird gespielt, welche Tänze getanzt, welche Lieder gesungen, wann darf mitgetanzt, mitgesungen werden?
  • Wie benimmt man sich auf einer indischen Hochzeit?
  • Wie lange dauert sie überhaupt?
  • Wie groß ist die Hochzeitsgesellschaft normalerweise?
  • Was genau verstehen die Inder unter "engere Verwandtschaft"?
  • Welche Geschenke sind angemessen und werden erwartet - und wie wird damit umgegangen?
  • Und die wichtigste Frage überhaupt: wie geht eine Frau in einem Sari auf die Toilette, ohne daß er komplett runterrutscht und sie am Ende ohne was, nur im Oberteil, dasteht???  *LOL*
Fragen über Fragen... die hoffentlich eine nach der anderen beantwortet werden. Oder es kommen noch einige dazu...  und wir haben erst einmal unseren Spaß gehabt!
Have a nice day, Sathiya

Sonntag, 19. August 2012

Hefezopf - das leckerste Rezept

Der beste Hefezopf aller Zeiten. WIRKLICH!

Zutaten
450 g Weizenmehl 550 oder Dinkelmehl
50-60 g Zucker
1,5 Teelöffel Salz
1 Ei
70 g warme, zerlassene Butter
3/4 Würfel Frischhefe
150 ml Milch
je nach Beschaffenheit des Mehles ist etwas mehr Mehl oder etwas mehr Flüssigkeit erforderlich
Zubereitung
Aus allen Zutaten, nach der klassischen Methode mit Vorteig, einen Hefeteig bereiten.
Ca. 30 bis 40 min ruhen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Durchkneten, in drei Teile teilen. Jedes Teil zu einem ca. 50 cm langen Strang formen und alle drei Stränge locker zu einem Zopf verflechten.
1 Ei verquirlen und den Hefezopf damit bestreichen. Nochmals ca. 15 min ruhen lassen.
Im vorgeheizten Backofen auf Backpapier bei ca. 175°C in etwa 25 min goldbraun backen.
Herausnehmen, abkühlen lassen - und genießen.
Variante Frühlingszopf
Unter den fertigen Teig je 1 große Handvoll Rosinen und Mandelstifte sowie je 1 Teelöffel Vanillezucker und abgeriebene Zitronenschale kneten. Wie beschrieben einen Zopf flechten. Den geflochtenen Zopf mit Ei bestreichen und ca. 1 Handvoll gehobelte Mandeln daraufstreuen.       LECKER!
Guten Appetit!
Liebe Grüße, Sathiya

Samstag, 11. August 2012

Fingerspiele


Auf Reisen, speziell im Auto, ist es für Kinder immer ziemlich langweilig.
Da ist es gut, wenn man ein paar Fingerspiele beherrscht - dieses hier ist mir spontan eingefallen - nach einer Idee eines Telekom-Werbeplakates.

Ein kleines Häkelhütchen auf die Fingerkuppe gestülpt, ein paar Striche mit dem Kugelschreiber auf die Finger gemalt - und los geht´s. Besser als Kino... :-)


Liebe Grüße, Sathiya

Dienstag, 7. August 2012

Rote Rosen 2

Die letzten Tage waren einem lange überfälligen Besuch gewidmet.
Auf der langen Auto-Fahrt dahin habe ich meine Häkelnadel geschwungen und viele Blüten und noch mehr Blätter gehäkelt und diese dann zu diesen Arrangements komponiert:


Blumengirlande aus 15 Blättern in hellgrün und mittelgrün und 2 roten und einer weißen Blüte.
Zum Hinlegen, Aufhängen, Aufnähen... und verschenkt ist es auch schon. :-)



Mini-Rosenstrauch - auch als Eiermützchen verwendbar - aus ca. 12 Blättern und 6 Blumen.
Ist ebenfalls schon verschenkt... :-)))


Oh, wäre das super, wenn man alle Probleme der Welt mit ein paar Häkelblümchen lösen könnte...
Na, wenigstens sähen dieselben dann um einiges SCHÖNER aus... oder?  ;-)
Liebe Grüße, Sathiya

Background